tobianer Wir selbst sind anders als woher wir kommen?

17Okt/090

Ein Tag in “El Distrito Federal (D.F.) – Mexico City”

Mexikanische Wand

Mexikanische Wand

Mexico City ist so bunt, dass man nach zwei Tagen so viele Fotos an die Wand "posten" koennte, dass einem hoeren und sehen vergeht. Hier daher mal etwas ganz dezentes, reduziertes, ich wuerde sagen so ist es genau auf den Punkt gebracht. Diese ganz besonderen Exemplare einer Presse-Revue tauchten heute beim Umzug - wo ich gemeinsam mit ein paar Reisegefaehrten geholfen habe - ploetzlich aus dem Vorrat an Verpackungsmaterial auf. Ein Umzug in Mexiko City laeuft uebrigens nicht anders als in Muenchen, ausser dass man dabei eine Badehose tragen kann, wenn man will.
Bei genauerer Betrachtung der beiden Schoenheitskoeniginnen von 2009 faellt auf, dass diese nicht sehr mexikanisch aussehen. Das liegt daran das die sog. "Mestizos" nicht als Schoenheitsideal gelten, sondern dass man, beim mexikanischen "modern way of life", vom Wohlstand einmal abgesehen, wenn es um Lifestyle, Mode und letztendlich die aeusserer physischer Erscheinung geht, eifrig nach Europa herueberschielt. Aus diesem Grund haben mexikanischen Politiker z.B. auch nicht die selbe physische Erscheinung wie die Mehrheit der Bevoelkerung die sie vertreten.

14Okt/080

Vollmond

Der Vollmond wirkt wie ein Emotionsverstärker. Was macht uns eigentlich gleichgültig? Egal, welche Katastrophen heute wieder in den Zeitungen stehen. Die vielen Kriege Untergänge, Abstürze, Umstürze, Wirbelstürme, Ölkrisen, Finankrisen, Umweltkatastrophen und Maispreiserhöhungen sind immer nicht ganz in unserer Wirklichkeit. Wir können scheinbar weder das globale Schicksal noch tragische Einzelbefindlichkeiten unserer Planetenmitbewohner wahrnehmen. Zu weit Weg scheinen sie zu sein. Jenseits des Abbildes in der Zeitung oder im Fernsehen gibt es nichts außer das Nichts. Doch selbst ein Wort wie Blutvergießen bekümmert uns wenig. Bestenfalls entlocken solche Worte uns ein Seufzen. Bestenfalls! Wir können scheinbar Aufrufe zur inneren Veränderung zu einem Umdenken mit unseren Alltagssinnen nicht erfassen. Es ist immer das unwirkliche Leben der anderen. Und wir sind viel zu sehr mit uns selbst beschäftigt. Gefangen im unseren stumpfsinnigen Alltagsroutinen. Wir sehem den Menschen gegenüber vom uns nicht wirklich sondern so, als wären er aus einer anderen Welt. Die Welten außerhalb von uns und umserem Ego können so unwirklich sein wie in einem Computerspiel. So sind alle nur anonyme digitale Mitspieler wie bei Second Life an diesem Morgen. Das Leben unseres Nachbarn, unseres Kollegen, oder oft sogar unserer eigenen Eltern und Ehepartner Ist am Ende doch alles nur ein Spiel. Sind wir selbst auch nur eine erfundene digitale Figur in einer Matrix? Aber hier an diesem Morgen kann sich hier keinet einfach ausloggen. Am heutigen Morgen ist auf dem Weg in die Arbeit alles etwas anders. Die Gleise zwischen München und Freising sind in beide Richtungen gesperrt wegen eines so genannten Notarzteinsatzes. Die Menschen sind irritiert, wackeln wie Maschinen die nicht mehr fest in ihrer Halterung sitzen. Ein Mensch hat sich das Leben genommen. Morgen auf dem Weg in die Arbreit werden wir es lesen und es wird weit Weg sein. So wie Gott und der Mond weit weg zu sein scheinen an diesem grauen Morgen.

27Aug/080

Bodennähe

August, 27th, 2008

Der Boden küsst die Füße
er lechzt dem nächsten Schritt entgegen
Eines jeden Lebens Süße
rennt und rinnt in seinen Wegen.

Die Richtung kommt von oben
sagt der große Zeh
doch auch den Boden sollst Du loben
sonst tut das Gehen weh.