SEMINAR: BEWUSSTSEINSARBEIT AUS DER KRAFT DES HERZENS
MIT BEWUSSTHEIT, VERTRAUEN UND WEIT GEÖFFNETEM HERZEN
DURCH DIE ZEIT DES WANDELS
23.-25. September „Wohin führt mich mein Weg mit Herz?“ Die toltekische Philosophie des Kriegers (Sahaja Akademie, Fraunhoferstr. 13, 80469 München)
14.-16. Oktober „Der Tanz im Rhythmus des Lebens. Sich in’s Leben verlieben zu Zeiten des Wandels.“
(Casa Miro, Seminar- und Gästehaus, Stockham 2, 84381 Johanniskichen)
28.-30. Oktober „Wie nehme ich mich und die Welt wahr? Befreiung von alten Glaubenssätzen und Verhaltensweisen.“ (Sahaja Akademie, Fraunhoferstr. 13, 80469 München)
11.-13. November „Rückbesinnung auf die Seele. In neuem Vertauen mit Freude und Leichtigkeit durch das Leben.“ (St.Johann/Tirol)
9.-11. Dezember „Erinnere Dich an Dich selbst - finde und erkenne Deine Lebensaufgabe.“ (Sahaja Akademie, Fraunhoferstr. 13, 80469 München)
Seminarinhalte:
- Heilkreise, Rituale, energetische (Reinigungs-)Übungen
- Trance- und Meditations-Techniken - Atemübungen (Feueratem)
- Holotropes Atmen
- schamanische Trommelreisen
- Intensi („schamanisches Qigong“) - magische Bewegungen
Seminarzeiten: Fr. 19:00 Uhr; Sa.. 10:00–18:30 Uhr, So. 10:00–16:00 Uhr Seminar-Preis: € 150,- (Übernachtung in Frühstückspension extra)
Bitte mitbringen: bequeme Kleidung, Schreibzeug, Isomatte, Decke oder Schlafsack, Kerze, bitte unbedingt Trommel bzw. Rassel (falls vorhanden), Augenbinde
Weitere Infos und Anmeldung: Tobias Lübke, Tel.: 0049-171-23 333 23, Mail: respira@gmx.de
Gesicht von dir (Mario Benedetti)

Gesicht von Dir
Ich habe eine Versammlung
von Einsamkeit in mir,
so voller Sehnsüchte
und voller Gesichter von Dir
von Abschieden von vor langer Zeit
und Willkommensküssen
von ersten Anzeichen der Veränderung
und vom letzten Zugwagon.
Ich habe eine Versammlung
von Einsamkeit in mir,
dass ich sie anordnen kann
wie in einer Prozession
sortiert
nach Farben
Größe
und Versprechen
nach Zeitabschnitten
Taktschlag
und Geschmack.
Ohne überflüssiges Zittern
umarme ich deine Abwesenheiten
die an allem Anteil haben
und mir dabei assistieren,
bei meinem Gesicht von dir.
Ich bin voll von Schatten
von Nächten und Wünschen
voller Lachen
und irgendeinem Fluch.
Meine Gäste versammeln sich
sie drängen zusammen
wie Träume
mit ihrem neuen Groll
ihrem Mangel an Unschuld
ich klemme einen Besenstiel
hinter die Tür
weil ich allein sein will
mit meinem Gesicht von dir.
Aber das Gesicht von dir
sieht woanders hin
mit seinen Augen der Liebe
die nicht mehr lieben
wie Nahrungsmittel
die ihren Hunger suchen
schauen sie und schauen
und beenden mein Tagewerk.
Die Wände verschwinden
bleibt die Nacht
die Sehnsüchte verklingen
nichts bleibt.
Bald schon schließt
mein Gesicht von dir
die Augen
und es ist eine
so verzweifelte Einsamkeit.
(Mario Benedetti; Gedicht im Original: „Rostro de vos“)
Rostro de vos
Tengo una soledad
tan concurrida
tan llena de nostalgias
y de rostros de vos
de adioses hace tiempo
y besos bienvenidos
de primeras de cambio
y de último vagón.
Tengo una soledad
tan concurrida
que puedo organizarla
como una procesión
por colores
tamaños
y promesas
por época
por tacto
y por sabor.
Sin temblor de más
me abrazo a tus ausencias
que asisten y me asisten
con mi rostro de vos.
Estoy lleno de sombras
de noches y deseos
de risas y de alguna
maldición.
Mis huéspedes concurren
concurren como sueños
con sus rencores nuevos
su falta de candor
yo les pongo una escoba
tras la puerta
porque quiero estar solo
con mi rostro de vos.
Pero el rostro de vos
mira a otra parte
con sus ojos de amor
que ya no aman
como víveres
que buscan su hambre
miran y miran
y apagan mi jornada.
Las paredes se van
queda la noche
las nostalgias se van
no queda nada.
Ya mi rostro de vos
cierra los ojos
y es una soledad
tan desolada.
(Mario Benedetti)
resoñar
Lieber Tobias,
jetzt bin ich überraschender Weise weder verspätet noch zu früh dran
mit meiner Gratulation, aber so ist das eben bei besten Freunden. Und
in Anbetracht der Ewigkeit lässt sich gewiss darüber hinwegsehen, wenn
es wieder einmal anders läuft, als man sich vorgestellt hatte, weil
man weiss, einer ist immer da, immer an Deiner Seite. Wie gut wenn man
weiss, dass man nie alleine ist. Doch auch wenn alles nur ein Gedanke ist,
eine Interpretation, eine Spiegelung im Bewusstsein, wie eine
Fatamorgana, oder ein Sonnenstrahl der den Schatten nie berührt hat,
so tut es dennoch gut und es ist immer der richtige Zeitpunkt, jemandem
zu sagen, dass man ihn gern hat. Und so wollte ich Dir von ganzem
Herzen mitteilen, dass ich es im wahrsten Sinne des Wortes wundervoll
finde, dass jemand wie Du hier auf der Erde einen im Vergleich zur
Unendlichkeit kurzen, aber intensiven Zwischenstopp eingelegt hat. Du
bist ein Segen für mich weil Du, abgesehen davon, dass Du ein Meister
der verschiedensten Wege und Brücken zum hinüberschreiten und
Eintauchen in die Weltenseele bist, eine große Weisheit und Offenheit
in Deinem liebenden Herzen trägst. Ich glaube ich darf in dieser
Laudatio, ohne dabei allzu kitschig zu wirken, Dir hiermit bestätigen,
ja Dich sogar dazu Auffordern wahrzunehmen, dass Du eine Aufgabe hast,
dass Du hier gebraucht wirst, als der der Du bist. Wir sind alle froh,
dass es so jemanden wie Dich gibt, der seine eigene Wahrheit in
Freiheit lebt und der sein Leben als ein Kunstwerk ansieht. Das Leben
kann in regelmäßigen Abständen betrachtet und immer neu gestaltet
werden. Der Sinn liegt gewiss nicht im Geburtstag-haben, auch nicht im
Nicht-Geburtstag-haben, oder in der Zahl 42, oder in der Frage nach
dem Sinn, sondern darin, jeden Augenblick dankbar dafür zu sein, dass
wir alle hier sein dürfen und uns begegnen. Die Kunst ist, dass wir
die Liebe leben, die Freiheit und unser Herz immer weiter öffnen,
damit wir zu wahren Helden werden, zu Lebenskünstlern, die über sich
selbst und das Leben lachen können, weil sie erkannt haben, dass wir
kosmische, bisweilen gewiss auch komische Reisende sind.
Also mein lieber alter Freund, lass Dich leuchten, bleib so wie Du
bist, verändere, was Du verändern willst, geh wohin Du gehen willst
und tu was Du tun willst und die Liebe leitet Dich. Wir sind nichts
als leuchtende Sternenkrümel am Rand der tragbaren
Thermo-Kaffee-Tasse eines alten Mannes mit langem weißen Bart, der
barfuß durch den Weltraum wandert auf der Suche nach sich selbst.
In diesem Sinne, prost, happy birthday, feliz cumpleaños!
Tobi

