Die Welt ist ein Spiegel – nicht nur in Mexiko City

Palacio de Bellas Artes, erbaut 1901-1934

Die Welt ist ein Spiegel. Ich sehe die Welt nicht wie sie ist, sondern so wie ich bin. Wie bin ich denn und wer oder was bin ich überhaupt?

Beim Eintauchen in eine der größten Metropolen der Welt, auf 2240 Metern in einem Hochtal gelegen, mit über 20 Mio. Einwohnern, wird einem unausweichlich bewusst, dass man nicht man nicht immer alles so kontrollieren kann, wie man es gerne möchte. Erstbesucher der Stadt könnten sich vielleicht überwältigt, oder überfordert fühlen. Einige Reiseführer empfehlen die Stadt in kleinem Dosen zu erkunden. Wenn man sich darauf einlässt, die eigene Angst überwindet, wird man an jeder Straßenecke, in jedem Augenblick, ein eigenes kleines Universum entdecken. Hier im schier unendlich scheinenden Fluss aus Menschen, Schicksalen und Ereignissen erscheint dem Reisenden alles möglich. Es gehört eine gute Portion Vertrauen, Wachsamkeit und gleichzeitig loslassen dazu, um die Geheimnisse der ehemaligen Autekenhauptstadt TENOCHTITLÁN zu entdecken. Man kann die Stadt hässlich, laut, gefährlich, unvorhersehbar, chaotisch und vieles mehr finden. Man kann sie aber auch lieben lernen, indem man versucht, sich in die Masse und die Ereignisse hineinzuentdpannen. Dann kann man diese magische Metropole, als einen Wirklichkeit gewordenen Traum bezeichnen, so wie es auch damals 1345 den Spaniern ging als sie die 300.000 Einwohner zählende, auf einem See gelegene Stadt entdeckten. „Und in der Tat fragten einige unserer Soldaten, ob dies nicht etwa ein Traum sei“, beschreibt Bernal Díaz Del Castillo in Die Eroberung von Mexiko das was man hier noch heute spüren kann, wenn man loslässt und sich einlässt.

Keine Angst vor 20 Mio. Menschen
Keine Angst vor 20 Mio. Menschen Fußgängerampel Nähe Zócalo

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