25Okt/090
Im Verborgenen
Irgendwo in Mexico City
Die Frage nach dem "wer bin ich" laesst sich nicht so leicht beantworten, wenn man ueberhaupt einmal die Zeit hat sich so eine Frage zu stellen. Beim Reisen kommt die Frage immer wieder mal auf, vor allem wenn man vielen Menschen und einer Kultur begegnet, die so reich an Schaetzen ist, dass man viel, sehr viel von ihr lernen kann. Irgendwie sind wir alle anders und doch alle gleich. "yo lotl te, yom lotl ne" heisst "ich bin du und du bist ich" auf nahuatl, einer der am weitesten verbreiteten Sprachen des praehispanischen Lateinamerikas. In dieser Kultur, so ist Quetzalkoatl eine sehr bekannte und bedeutende Figur, denn er war ein Mensch der zu Gott wurde bzw. ein Gott der zu einem Menschen wurde.
Die Rueckkehr aus Sonora nach Mexico City war ein ziemlicher Kulturschock. Eine Nacht in meinem Lieblingshotel San Antonio. Ich habe sehr liebe Reisegefaehrten, ein paar Spanier, ein Ungar, ein Amerikaner... Abends gehen wir in das beruehmte Restaurant Tacuba. Das Essen dort ist einfach super und es gibt ein dreimonatiges Weinachtsbier, es heisst "Noche Buena" und erinnert ein wenig an das irische Kilkenny-Bier, fuer mexikanische Verhaeltnisse also sehr schmackhaft.
Mittlerweile sind wir in Tula angekommen, wo wir vor drei Jahren schon mal auf einer gemeinsamen Forschungsreise bzw. Wuesten- und Pyramiedentour waren. Ist schon sehr schoen wieder die Kraft dieses Ortes zu spueren. Die alten Tolteken wussten schon ganz genau wo sie ihre Tempel hinbauen.
Nicht umsonst hat die Kirche, wie ja zB. auch in Deutschland bei den alten Germanen, gerne deren Kraftorte fuer fuer den Bau einer Kirche einfach uebernommen. Nur schade wenn dabei die alten Kulturdenkmaeler dabei meist voellig zerstoert wurden. Immerhin wird in Mexico City mitten im Zentrum, am Zocalo, jetzt beim Templo Mayor der bereits vor einiger Zeit bei Strassenbauten neben der Kathedrale zufaellig entdeckt wurde, wieder archaeologisch ausgegraben. In Tula sind einige Pyramieden erhalten. Auf der hoechsten stehen die bekannten "Atlanten", sog. Krieger, die aber der Kleidung nach zu urteilen eindeutig Frauen also Kriegerinnen und keine Maenner sind.
Mittlerweile sind wir in Tula angekommen, wo wir vor drei Jahren schon mal auf einer gemeinsamen Forschungsreise bzw. Wuesten- und Pyramiedentour waren. Ist schon sehr schoen wieder die Kraft dieses Ortes zu spueren. Die alten Tolteken wussten schon ganz genau wo sie ihre Tempel hinbauen.
Nicht umsonst hat die Kirche, wie ja zB. auch in Deutschland bei den alten Germanen, gerne deren Kraftorte fuer fuer den Bau einer Kirche einfach uebernommen. Nur schade wenn dabei die alten Kulturdenkmaeler dabei meist voellig zerstoert wurden. Immerhin wird in Mexico City mitten im Zentrum, am Zocalo, jetzt beim Templo Mayor der bereits vor einiger Zeit bei Strassenbauten neben der Kathedrale zufaellig entdeckt wurde, wieder archaeologisch ausgegraben. In Tula sind einige Pyramieden erhalten. Auf der hoechsten stehen die bekannten "Atlanten", sog. Krieger, die aber der Kleidung nach zu urteilen eindeutig Frauen also Kriegerinnen und keine Maenner sind.
In Tula und der dazugehoperigen Geschichte geht es viel um Transformation, um das bewusste Traeumen, um das sich selbst und seinen Schattenseiten begegnen, um das symbolische Sterben, um neu geboren zu werden. All diese Inhalte werden verkoerpert durch Quetzalcoatl ein Mensch der zu einem leuchtenden Wesen wie die Sonne wurde bzw. ein leuchtendes - man kann auch sagen goettliches Wesen wieder auf die Erde kam, um den Menschen, die Waechter des Planeten und keine "Beherrscher" des Planeten waren, zu helfen. Er geht in die Tiefe in die dunklen Abgruende seines selbst um sich so mit seine eigenen Schjattenseiten zu konfontieren, ganz ehrlich und aufrichtig, um sich dann zu transformieren - er wird dabei bis auf die Knochen von einer Schlange verschluckt - um so ganz frei zu einem Richtung Sternenhimmel erbluehenden Herz zu werden.
Eine sehr schoene und gewiss auch nuetzliche Geschichte, wenn man sich ein wenig darauf einlaesst. Mexiko ist voll von solchen lebendigen Geschichten, deswegen gefaellt es mir hier nicht nur wegen der leckeren Quesadillas, der Papayas zum Fruehstueck, der Limonen und der vielen bunten Farben so gut.