Der Abstand zwischen mir und dir
Coyoacán - das Glockenbachviertel von Mexico City (D.F.)
Wenn man durch die Strassen von "el D.F." schlendert, kann es durchaus vorkommen, dass man sich wie in einem Traum fuehlt. Mir ist in Muenchen neulich am Hauptbahnhof auf der Strasse eine Frau in oder besser gesagt, an einer oeffentlichen "Telefonzelle" aufgefallen, weil es eben nicht mehr so ganz alltaeglich ist, auf diese Art und Weise zu telefonieren. Ich fragte mich warum sie wohl dort telefonierte, und ausgerechnet noch einer so nah an einer verkehsrreichen Strasse? Mit wem sie wohl sprach? Hatte sie denn kein Handy hatte? Vielleicht war sie ein Ferngespraech.
In Mexiko City ist alles anders, so anders, dass aus der Sicht eines Europaeers schon bald alles auf sehr angenehme Weise normal ist. Vielleicht liegt es am Jetlag, vielleicht an der Hitze, vielleicht an dem tosenden Laerm des Strassenverkehrs, oder an den schier unbegrenzten Moeglichkeiten von Erscheinungen und Eindruecken, die sich einem bieten: Heute kommt mir alles vor wie in einem Traum.
Ich frage mich also nicht, warum dieser Mann von einem oeffentlichen Apparat aus telefoniert und auch nicht mit wem. Im Auge des Betrachters zeigen sich so viele Bilder und Eindruecke, dass sie wie ein Film an einem vorueberziehen. Ploetlich scheint der Film wie in einem Standbild anzuhalten und es taucht diue Frage in mir auf, in welcher Realitaet die Menschen hier und anderswo leben. Was ist der Unterschied zwischen einer Strassenszene zu Hause und hier? Gewiss, der Alltag. Aber die Wunder sind ueberall. Es liegt im Auge des Betrachters und ddie Fragen und die Antworten kommen und gehen, egal ob wir sie wahrnehmen, oder nicht.
Da steht einer und telefoniert, gleichzeitig kommt jemand um die Ecke. Wo kommen sie alle her, wo gehen sie hin? Wie sieht ihr Leben aus? Und wie meines? Nichts neues, alle scheinen auch hier irrsinnig beschaeftigt zu sein. Es ist beim gehen durch diese brodelnde Stadt ein bisschen so, wie wenn sich auf der Landstrasse zwei Autos mit rasender Geschwindigkeit entgegenkommen und die Fahrer sich fuer den Bruchteil einer Sekunde in die Augen blicken...
November 1st, 2009 - 19:58
Danke, dass Du Deine Emotionen und Gedanken teilst mit mir und denen, die Deine Reise hier begleiten. Es gibt mir Kraft und Freude für den Alltag, wahrzunehmen, dass es Menschen gibt, die fühlen und denken wie Du…die sind und sich ihres wahren Seins immer bewusster werden.
Ich segne Deinen Weg und trommle Dir von hier aus zu ;o)