Echsenzauber “La Lagartija”
Wie wuerde die Welt aussehen, wenn wir eine Eidechse waeren?
Zumindest haetten wir einen Rundumblick in Bodennaehe.
Die Kacheln sind angenehm warm auf dem Bauch.
Keine Gedanken. Nur Bewegung oder Stille. Kein Kummer, keine Sorgen,
um die Altersvorsorge, Krankenversicherung, Eigenheimzulage, I-Pod,
Haemoridensalbe.
Wir haetten alles in unmittelbarer Naehe. Wir bewegen die Fuesse, mit den Knien abwechselnd angewinkelt. Erde ist fuer uns nichts schmutziges, aber Kachelnj sind sehr rutschig. Doch wir denken uns nichts. Wir sind nicht eitel. Was die anderen ueber uns denken ist uns egal.
Wir tun einfach was unsere Bestimmung ist. Wir haben keine Angst vor dem Leben, weil wir keine Angst vor dem Tod haben. Wenn es so sein soll fressen wir Schmetterlingslarven. Ist das gut oder schlecht? Wer kann das sagen?
Wie schoen ist es, keine Angst zu haben sich laecherlich zu machen, sich zu irren. Welche Freiheit.
Die Eidechse ist bei den Indianern der Bote der Transformation, der Verbindung von diesr Welt die nur ein Traum ist und der anderen Dimension, die ebenfalls nur ein Traum ist. Ein Vorbild der Anpassung an die Bedingungen des Lebens. Ein Kuenstler der Gleichzeitigkeit. Hier und dort, im Himmel wie auf Erden. Und so spricht sie "La Lagartija" wie sie hier genannt wird. Sie nimmt uns Menschen mit in andere Dimensionen und bringt uns so unserem eigenen Leben naeher. War ich heute morgen gut gelaunt? Oder war ich mit mir selbst unzufrieden und habe es alle in meiner Naehe spueren lassen?
Die Eidechse spricht und lehrt uns:
Das Leben fliessen lassen. Ueber den Boden schwimmen, eintauchen mutig und frei in jeden neuen Augenblick. Regungslosigkeit, Wahrnehmung der Stille, dann weitergehen mit einer geschmeidigen schnellen Bewegung, ohne dabei den Kontakt mit der Erde zu verlieren. Wie schoen hat es dieses Tier, das der Postbote dieses Morgens ist. Ein Besucher der uns an unsere eigene Freiheit erinnert. Freiheit von Gedanken an nicht existierende Dinge. Frei von Aengsten, dass die anderen es nicht gut finden koennten was man tut. Was werden die anderen denken, wenn ich mich so, oder so entscheide?
Ist nicht am schlimmsten die Angst, dass man alleine sein koennte? Dass man irgendwo uebrigbleibt, vergessen, verdoerrt auf einer staubigen Strasse, hinweggeweht...
Doch die Wahrheit, so weiss die Eidechse, ist dass wir immer alleine sind, solange wir nach einer Wundermedizin im Aussen suchen. Aber in manchen Momenten, wenn man sich ganz klein macht, dann liegt man ploetzlich als "La Lagartija" flach auf dem Boden. Man fuehlt den warmen Boden unter dem Bauchnabel. Der langsame Blick geht in 360 Grad nach oben hinauf zur Welt und noch weiter in den Himmel. Jetzt fuehlt man - vielleicht - dass man zwar alleine, aber dass gleichzeitig auch alles eins ist.
Die Eidechs gleitet ueber den Boden, die Treppe hinab und verschwindet in einem Rosenstrauch. Stille.
November 29th, 2006 - 09:39
Mi amigo,
Es ist ein Geschenk,
dass Gott mich dich sehen ließ.
Bei uns allen arbeitete er
in unserer Erschaffung wundervoll.
Bei dir hat er es
noch ein bißchen besser gemeint.
Ich kenne die Weite, die Leere, den unermesslich grenzenlosen Raum des Universums. In dir hat er für mich Gestalt angenommen.
Catalina
Dezember 1st, 2006 - 08:56
aber hallo…
na dann genieß das göttliche in dir…